Die heilige Liturgie ist der Grund der marianischen Verehrung.

A Sagrada liturgia fundamento da devoção mariana

Die Liturgie und die Verehrung der seligen Jungfrau Maria

Die heilige Liturgie als öffentlicher Gottesdienst der Kirche ist der Akt der Anbetung, den Christus, als Priester und Haupt der Kirche, dem ewigen Vater darbringt. In der Liturgie verbindet Christus die Kirche, seine Braut, mit sich selbst in der Darbringung der Anbetung, wodurch er die Aussage des Zweiten Vatikanischen Konzils begründet, dass “in ihr der vollständige öffentliche Gottesdienst vom mystischen Leib Jesu Christi ausgeübt wird, das heißt vom Haupt und seinen Gliedern” (Konst. Sacrosanctum Concilium, 7).Die seliggeprächte Jungfrau Maria, als Mutter des Erlösers und hervorragendes Mitglied der Kirche, ist zweifellos auch Mutter der Kirche. Ihre Verbindung mit den Geheimnissen Christi, des Erlösers, spiegelt sich in der Heiligen Liturgie wider, die ihr einen Ehrenplatz einräumt. Wie Papst Paul VI. in der Apostolischen Exhortation *Marialis Cultus* feststellt: “Wenn man die Geschichte des christlichen Kultes durchgeht, so sieht man, dass sowohl im Orient als auch im Okzident die höchsten und klarsten Ausdrucksformen der Frömmigkeit gegenüber der seliggeprächten Jungfrau im Bereich der Liturgie aufgeblüht sind oder in sie aufgenommen wurden” (15).

Die Erinnerung an Maria in der Eucharistischen Liturgie

Eine der auffälligsten Manifestationen der Verehrung der Jungfrau Maria in der Liturgie ist ihre Erwähnung im Eucharistischen Gebet bei jeder Messe. Das eucharistische Opfer, als höchster Akt der christlichen Anbetung, macht diese tägliche Erinnerung zu einem besonders aussagekräftigen Ausdruck der Huldigung, die die Kirche der von dem Allerhöchsten Gesegneten darbringt (cf. Lk 1,28) (*Marialis Cultus*, 10).

Liturgie und Marienverehrung im Jahreskreis

Die Liturgie des Advents ist eine der ersten Manifestationen der Verehrung der Mutter Gottes durch die Kirche. Die Verehrung Marias ist intrinsisch mit Christus verbunden, wobei der Advent eine liturgische Zeit ist, die sich besonders für die Marienverehrung eignet. Das Hochfest der Unbefleckten Empfängnis, das zu Beginn des Advents (8. Dezember) gefeiert wird, markiert den Mittelpunkt der Feierlichkeiten zusammen mit der gesamten Weihnachtszeit und der Epiphanie.Im Laufe des Kirchenjahres werden verschiedene Feiern der Mutter Gottes gewidmet: – Verkündigung (25. März): Der himmlische Bote besucht die Jungfrau von Nazareth, um die Menschwerdung des Wortes zu verkünden. – Heimsuchung (31. Mai): Maria besucht ihre Cousine Elisabeth, um die göttliche Mutterschaft zu feiern. – Aufnahme Mariens in den Himmel (15. August): Die leibliche Aufnahme der Jungfrau Maria in den Himmel. – Königin des Friedens (22. August): Feier der Königswürde und des Friedens Marias. – Geburt Mariens (8. September): Gedenken an die Geburt Marias. – Schmerzensmutter (15. September): Trauer um den Schmerz, den Maria am Kreuz erlebte.Andere Heiligtümer, Orte oder Ereignisse im Leben Marias werden ebenfalls gefeiert, wie der Tag, der Unserer Lieben Frau von Lourdes (11. Februar), Fátima (13. Mai), dem Unbefleckten Herzen Mariens gewidmet ist, und viele andere Erinnerungen, die für lokale Kirchen und religiöse Gemeinschaften approbiert wurden.

Die Fürbitterrolle Marias in der Liturgie

Die Heilige Liturgie hebt die Fürbitterrolle Marias hervor. Das Gebet der Fürbitte wird im öffentlichen Gottesdienst der Kirche geschätzt, wie sich in den Kollektengebeten und Gebeten über die Gaben während verschiedener marianischer Feiern zeigt. Zum Beispiel betet die Kirche am Hochfest der Unbefleckten Empfängnis: “Gott, der du die selige Jungfrau Maria vor jeder Makel bewahrt hast, gewähre uns durch ihre Fürsprache, dass wir uns dir in Heiligkeit und Reinheit des Geistes darstellen können.”Die Römische Liturgie zeigt trotz ihrer Kürze wiederholt den Glauben an die Fürsprache Marias. Das Gebet über die Gaben am Fest der Heiligen Familie enthält beispielsweise: “Nimm an, o Herr, dieses Opfer des Heils, und durch die Fürsprache der Jungfrau Mutter und des heiligen Josef lasse unsere Familien in deiner Freundschaft und deinem Frieden leben.”

Die Liturgie als Quelle von Glauben und Gebet

Die Liturgie gilt als ein konstituierendes Element der Heiligen Lebendigen Überlieferung (lex orandi, lex credendi) und lehrt uns zu beten. Die liturgischen Formeln spiegeln unseren Glauben an die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria wider. Die Marienverehrung hat feste Wurzeln im christlichen Glauben, wie durch die zahlreichen Bezüge auf ihre Fürsprache im gesamten Kirchenjahr gezeigt wird.Neben dem Lektionar und der Liturgie der Stunden enthalten auch andere liturgische Texte wie das Taufritual, die Profess des religiösen Lebens, die Weihe von Jungfrauen und die Gebete für Sterbende Erwähnungen der Fürbitterrolle Marias.

Schlussfolgerung

Diese kurze Studie zeigt, dass die Heilige Liturgie die Verehrung der Jungfrau Maria anerkennt und wertschätzt, indem sie sie mit dem Geheimnis Christi verbindet. Die Römische Liturgie, die nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil erneuert wurde, spiegelt ein tiefes Verständnis der einzigartigen Beziehung zwischen Maria und der Kirche wider. Die marianische Frömmigkeit, gestützt auf eine solide liturgische Grundlage, führt die Christen zu einer tieferen Teilnahme an den Geheimnissen Christi und stärkt den Glauben.

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