Maria im apostolischen Symbol: Christus, Glaube und die Gegenwart der Jungfrau

podcast da Mariologia — primeiro episódio, ciência teológica

Symbolum Apostolicum: Ein altes Glaubensbekenntnis und die Bedeutung Marias

Einleitung

Das *Symbolum Apostolicum* ist das älteste Glaubensbekenntnis der christlichen Kirche, und darin nimmt Maria einen herausragenden Platz ein. In diesem Artikel untersuchen wir die Etymologie des Begriffs Symbol, die Struktur ökumenischer Glaubensbekenntnisse und die theologische Bedeutung der Formel “geboren von der Jungfrau Maria”, die im *Symbolum Apostolicum* seit den ersten Jahrhunderten des Christentums bewahrt wurde.

I. Was ist ein Symbol? Etymologie und theologischer Sinn

Das Wort “Symbol” leitet sich vom griechischen *symbolon* ab, das mit dem Verb *sunballein* verbunden ist, was bedeutet, zu vereinen, zusammenzufügen oder in einem kohärenten Ganzen auszudrücken. Das *Symbolum Apostolicum* ist nicht nur eine Liste von Wahrheiten, sondern die organische Artikulation der Geheimnisse des Glaubens in einem einzigen Bekenntnisakt. Daniel Afonso hebt hervor, dass diese Vorstellung vom Symbol eine unmittelbare mariologische Resonanz hat: Das Evangelium nach Lukas beschreibt Maria als “bewahrend alle diese Dinge in ihrem Herzen” (Lk 2,19), wobei das gleiche griechische Verb *sunballein* verwendet wird.Maria ist in diesem Sinne die erste Auslegerin des Glaubenssymbols. Sie vereint und bewahrt die Geheimnisse, die sie vor der Weitergabe betrachtet. Ihre Beziehung zum *Apostolischen Symbol* ist nicht äußerlich, sondern innerlich: ihr Leben ist die Verwirklichung dessen, was das Symbol verkündet.

II. Die trinitarische Struktur des Glaubensbekenntnisses und der Platz Marias

Das *Apostolische Symbol* hat eine trinitarische Struktur: wir glauben an den Vater, an den Sohn und an den Heiligen Geist. Daniel Afonso weist auf einen wichtigen Unterschied hin: Wir sagen “Ich glaube an Gott, den Vater”, “Ich glaube an Jesus Christus”, aber “Ich glaube an die Kirche”. Der Glaube an Gott ist von anderer Art als die Bindung an die Kirche. Maria erscheint im zweiten Artikel, dem christologischen: “geboren von der Jungfrau Maria”. Ihr Name steht im Herzen des Glaubensbekenntnisses, in dem Moment, in dem man die Menschwerdung des Sohnes Gottes bekennt.

III. Das Symbol von Nicäa (325): Die erste ökumenische Bekenntnisformel

Das erste ökumenische Symbol ist das von Nicäa, formuliert auf dem Konzil von 325, um den Arianismus zu bekämpfen, der die volle Gottheit des Sohnes leugnete. Die Konzilsväter verfassten eine Glaubensbekenntnisformel, in der sie ausdrücklich behaupteten, dass Christus “einerlei Wesen mit dem Vater” (*homoousios*) ist. Das *Apostolische Symbol* von Nicäa enthält den Verweis auf die Jungfrau Maria als Mutter des Menschgewordenen und verankert das christologische Bekenntnis in der historischen Realität der Menschwerdung.Die Aufnahme Marias in das nicänische Glaubensbekenntnis hat eine anti-gnostische und anti-doketistische Wirkung: Der Sohn Gottes hat nicht nur scheinbar einen menschlichen Körper gehabt, sondern ist wahrhaft von einer Frau geboren worden. Der Name “Maria” ist das Zeichen der Geschichtlichkeit der Inkarnation. Das *Apostolische Glaubensbekenntnis* bekennt gleichzeitig die Christologie und die Mariologie.

IV. Das nicäno-konstantinopolitanische Symbol (381): Vervollständigt und Vertieft

Im Jahr 381 nahm das Konzil von Konstantinopel das nicänische Glaubensbekenntnis wieder auf und vervollständigte es, wodurch das längere *Apostolische Glaubensbekenntnis* entstand, bekannt als das “neue” Credo. Dieses Symbol fügt eine detailliertere Reflexion über den Heiligen Geist hinzu, der als “Herr und Geber des Lebens” anerkannt wird. Die Verbindung zwischen dem Heiligen Geist und Maria wird expliziter: Der Sohn inkarniert “durch die Kraft des Heiligen Geistes und ist geboren von der Jungfrau Maria”.

V. Der Heilige Geist und Maria im Credo

Die Formel “durch die Kraft des Heiligen Geistes und ist geboren von der Jungfrau Maria” gehört zu den theologisch reichsten Aussagen des *Apostolischen Glaubensbekenntnisses*. Sie vereint die göttliche Handlung des Geistes mit der menschlichen Annahme Marias in einem einzigen Ereignis: der Inkarnation. Daniel Afonso vermutet, dass die zeitgenössische Mariologie, beeinflusst durch die pneumatologische Erneuerung des Zweiten Vatikanischen Konzils, diese Verbindung zwischen der Handlung des Geistes und der Mission Marias noch nicht ausreichend erforscht hat.

VI. Mariologische Implikationen für das christliche Leben

Das *Apostolische Glaubensbekenntnis* zu beten ist ein Akt der Gemeinschaft mit der Kirche aller Jahrhunderte. Indem wir “geboren von der Jungfrau Maria” aussprechen, bekennen wir gleichzeitig die Gottheit Christi und die göttliche Mutterschaft Marias. Die Mariologie ist keine zusätzliche Andachtsübung zum Credo, sondern tief in seine Struktur integriert. Für eine vertiefte Erforschung bietet Locus Mariologicus den *Postgraduiertenkurs in Mariologie*, wo die mariologische Methode und die Auslegung der Glaubenssymbole mit akademischer Strenge behandelt werden. Wie im *Lumen Gentium* (n. 52) erwähnt, “ist Maria untrennbar mit dem Werk der Erlösung verbunden, das durch ihren Sohn vollbracht wurde”.

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