Weihung der Basilika Santa Maria Maggiore: Die erste Marienkirche Roms

Weihe der Basilika Santa Maria Maggiore, Roms erstes Marianischen Heiligtum
Die Basilika Santa Maria Maggiore gilt als das erste und bedeutendste marianische Heiligtum in Rom. Ihre Weihe wird am 5. August gefeiert und erinnert an den Bau dieser Basilika durch Sixtus III (432-440) kurz nach dem Konzil von Ephes (431), um die göttliche Mutterheit Marias, die Theotokos, zu verehren.Historische Herkunft und der Legende des Schneefalls
Eine beliebte Überlieferung weist den Bau der Basilika einem wundersamen Schneefall am 5. August auf dem Esquilin-Berg während der Papstzeit von Liberius (352-366) zu. Historisch gesehen wurde die uns heute bekannte Basilika jedoch von Sixtus III (432-440) errichtet, genau ein Jahr nach der feierlichen Verkündigung des Dogmas der göttlichen Mutterheit auf dem Konzil von Ephes. Die liturgische Reform des Zweiten Vatikanischen Konzils ersetzte den alten Namen “Santa Maria ad Nives” durch den aktuellen “Weihe der Basilika Santa Maria Maggiore”, indem sie den theologischen Wert des Gebäudes über die legendäre Erzählung stellte.Der Triumphbogen und die Mosaike des 5. Jahrhunderts
Das künstlerisch wertvollste Element der Basilika ist der Triumphbogen aus dem 5. Jahrhundert, der eine Verherrlichung der göttlichen Mutterheit aus der Perspektive der gesamten Erlösergeschichte darstellt. In der Mitte thront Jesus auf seinem Thron mit der “crux gemmata”, und an beiden Seiten sind Szenen der Ankündigung, der Präsentation im Tempel, der Anbetung der Weisen sowie Bilder von Bethlehem und Jerusalem dargestellt, die den Ursprung und das Ende des irdischen Lebens Jesu sowie die Geburt der Kirche symbolisieren. In beiden Städten ist Maria präsent und wirksam.“Salus Populi Romani” – Die Jungfrau Theotokos
Die Jungfrau Theotokos wird in dieser Basilika besonders verehrt, indem sie den Ehrentitel “Salus Populi Romani” (“Heilung des römischen Volkes”) erhält. Ihr Bild in der Pauluskapelle (errichtet von Papst Paul V, 1605-1621) ist eines der am meisten verehrten marianischen Ikonen Roms. Mit ihr wird die Beendigung einer Pestepidemie unter Gregor dem Großen (590) und die Devotio von Johannes Paul II in Verbindung gebracht, der jedes Jahr zur Feier der Unbefleckten Empfängnis in die Basilika kam.Maria als Tempel Gottes und neue Jerusalem
Die erneuerte Liturgie lädt zu einer tiefen theologischen Reflexion ein: Die Begriffe “Weihe” und “Kirche”, die auf Maria angewendet werden, offenbaren, dass sie die Jungfrau ist, die “ausschließlich dem Herrn gewidmet” ist und zugleich das Bild und den Ursprung der Mariologie darstellt. Maria ist “die vollkommenste Verwirklichung der Kirche in einer einzigen Person” (SC 103). Die neue Jerusalem im Apokalypsebuch (21,1-5) findet in Maria ihre höchste Verwirklichung: Sie hat sich durch ihre Keuschheit ganz Gott gewidmet und wird zur Mutter im Herzen und im Leib. Der materielle Tempel, der Maria geweiht ist, ist ein Bild von Maria als lebendiger Tempel des Heiligen Geistes.Weiterführende Studien:
– Mariologie – Mutter Gottes – Theologie Mariens – Masterstudiengang in MariologieDie Basilika Santa Maria Maggiore auf dem Esquilin, die erste und größte Kirche der Muttergottes im Westen, wurde im Jahr 432 von Sixtus III. nach dem Konzil von Ephesus erbaut.
Liber Pontificalis, Vita Sixti III (5. Jahrhundert)
📚 Literale Übersetzung: Die Basilika Santa Maria Maggiore auf dem Esquilin, die erste und größte Kirche der Muttergottes im Westen, wurde im Jahr 432 von Sixtus III. nach dem Konzil von Ephesus erbaut.
Masterstudiengang Mariologie
Möchten Sie Ihre Ausbildung in Mariologie vertiefen? Entdecken Sie den Masterstudiengang Mariologie der Locus Mariologicus – eine akademische Ausbildung, die theologischen Strenge, geistliche Lebensführung und das lebendige Erbe der Kirche verbindet.
Möchten Sie Mariologie ernsthaft studieren?
Dieser Artikel entstammt den Werken der Bibliothek von Locus Mariologicus. Das Postgraduiertenstudium in Mariologie führt Sie mit akademischer Begleitung zu denselben Quellen: Schrift, Kirchenväter und Lehramt, vom ersten Dogma bis zu den heutigen Fragen.
Responses